Die nächste Generation der Fertigung

automatisiertes Produktionssystem

The new base plate in the installation area at BOLL & KIRCH

BOLL & KIRCH wird ab Ende Mai 2019 ein flexibles Fertigungssystem installieren, um noch effizienter und flexibler zu produzieren. Auf diese Weise kann BOLL & KIRCH auf die zunehmende Vielfalt an Filtrationslösungen und die Einhaltung der Lieferzeiten noch flexibler reagieren. Im September wird die nächste Generation der Fertigung in Betrieb gehen.

Was ist ein flexibles Fertigungssystem?

Ein flexibles Fertigungssystem ist ein automatisiertes Produktionssystem, das dazu geeignet ist, mit minimalen manuellen Eingriffen, eine Gruppe von Komponenten zu fertigen. Dabei werden mehrere Werkzeugmaschinen und ein Multi-Level-System, in Form eines Hochregal-Lagers zur Bearbeitung der Filtergehäuse-Teile, über ein Transport- und Lagersystem miteinander verbunden, um so einen automatisierten Werkstückfluss zu ermöglichen.

Das Besondere an flexiblen Fertigungssystemen ist, dass sie Werkstücke eines bestimmten Werkstückspektrums in wahlfreier Reihenfolge, ohne nennenswerte Verzögerungen durch Umrüstvorgänge, bearbeiten können. Dazu greifen sie auf Werkzeuge zurück, z.B. in einem zentralen Hintergrundmagazin mit kurzen Zugriffszeiten direkt an der Maschine. Die Werkzeuge sind voreingestellt, sodass sie innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit montiert werden können. Der konventionelle, zeitaufwendige Werkzeugwechsel wird im flexiblen Fertigungssystem eingespart; die Durchlaufzeiten der Aufträge sind schneller. Außerdem kann das zentrale Aufspannen der Werkstücke und das Magazinieren der Werkzeuge unabhängig durchgeführt werden, wodurch sich Neben- und Verteilzeiten bei den Maschinen einsparen lassen.

Die Koordination der Werkzeugmaschinen, Rüstvorgänge, Transportsteuerung und mehrerer externer Aufgaben, wie Werkzeugstandzeiten und Werkzeugverfügbarkeiten, NC-Programme, Werkstücklagerung, Mehrfach-Aufspannungen usw., erfolgt über einen Leitrechner mit Schnittstellen zum ERP, Werkzeugmanagement, MES und zur Fertigungsdokumentation. So ist das flexible Fertigungssystem in der Lage, z.B. bei einem Werkzeugbruch, selbständig und in Sekundenschnelle die Auftragsprioritäten unter Berücksichtigung aller notwendigen Ressourcen flexibel neu zu planen und zu ändern.

Installation des flexiblen Fertigungssystems bei BOLL & KIRCH

Die Installation des flexiblen Fertigungssystems wird Ende Mai 2019 mit der Anlieferung der Werkzeugmaschinen starten. Das System wird im September 2019 in Betrieb gehen.

Neben der Anschaffung und Installation des flexibles Fertigungssystem bei BOLL & KIRCH sind angrenzende Systeme, z.B. die Schnittstellen zu den unterschiedlichen Informationssystemen, wie ERP und MES sowie infrastrukturelle Maßnahmen, wie KSS-Anbindung, elektrische Versorgung und Werkzeugmanagement zu modifizieren. Um der aufwändigen Konstruktion des flexiblen Fertigungssystems ausreichend Stabilität zu geben, wurde die Bodenplatte im Aufstellbereich bereits erneuert und mit den umgebenden Bereichen verbunden.