Filter zur Ballastwasseraufbereitung von Schiffen

Ohne Ballastwasser ist die moderne Frachtschifffahrt nicht denkbar, doch stellt es weltweit ein erhebliches ökologisches Problem dar. Denn wird Ballastwasser im Herkunftshafen zur Stabilisierung eines nicht voll beladenen Containerschiffs aufgenommen und im Zielhafen abgelassen, werden damit auch die im Wasser enthaltenen Organismen in neue Lebensräume verbracht. Bakterien, Plankton, Viren, kleine Fische, Krebse oder Quallen gelangen so in Ökosysteme, die sich durch die neuen Arten nachhaltig verändern können.

Jedes Jahr  werden  zwischen zehn und zwölf Milliarden Tonnen Ballastwasser von Schiffen transportiert.
Die Ballastwasser-Konvention der International Maritime Organisation (IMO) schreibt die Ballastwasseraufbereitung auf Schiffen verpflichtend vor. Die Konvention wurde in 2004 beschlossen und tritt ein Jahr nachdem mindestens 30 Flaggenstaaten mit > 35% der weltweiten Tonnage unterzeichnet haben, in Kraft.

Für das Ballastwasser-Management-System (BWMS) auf großen Schiffen gibt es zahlreiche Lösungen. Zum Schutz dieser mehrstufigen Anlagen zur Ballastwasserbehandlung ist  für die mainstensystemeeine automatische Vorfiltration des aufgenommen Meerwassers erforderlich. Dazu wird ein Feinfilter zwischen einem Grobabscheider und der chemischen oder physikalischen Desinfektionseinheit installiert. Dieser hat die Aufgabe, tierische und pflanzliche Organismen sowie Sedimente  > 50 μm aus dem Ballastwasser zu entfernen.Die Anforderungen an Ballastwasserfilter sind vielfältig und hoch. Sie müssen

  • den geforderten Abscheidegrad einhalten,
  • die geforderte Filterfeinheit mit hohen Durchflussmengen und langen Standzeiten kombinieren,
  • eine Verstopfung des Filtergewebes trotz hoher Belastung des Ballastwassers mit mindestens 250.000 Organismen pro Kubikmeter ausschließen,
  • der Aggressivität des Seewassers standhalten,
  • leicht zu installieren, nachzurüsten, zu bedienen und zu warten sein,
  • einen geringen Platzbedarf haben und
  • dazu beitragen, die Betriebskosten der Anlage so niedrig wie möglich zu halten

Der BOLLFILTER Automatik Typ 6.18.3 für die automatische Vorfiltration von Meerwasser stellt eine kostengünstige Spitzentechnik für Neubau und Nachrüstung dar und bietet einen soliden Schutz für Ballastwasserbehandlungssysteme.

Automatikfilter

BOLLFILTER Automatik Typ 6.18.3

BOLLFILTER Automatik Typ 6.18.3
Anmerkung
Automatische Vorfiltration von Seewasser zum Schutz von Ballastwasseraufbereitungsanlagen
Nennweite
DN 200 bis DN 900
Filterelement
2-seitig offene, zylindrische Filterkerzen; Maschengewebe aus Superduplex (1.4410)
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